Küchengeschichte: Geschichte der Küche in Europa im Mittelalter

Die Küchengeschichte im Mittelalter liegt im Zeichen des Rauchs. Früh-Mittelalter Häuser in Europa hatten einen Raum mit offener Feuerstelle im Teil des Hauses mit der höchsten Decke. Dem Platz zwischen dem Eingang und der Feuerstelle würde man heute Küche sagen. In den reicheren Häusern gab es bis drei Küchen, je nach Art der Lebensmittelvorbereitung. Man kannte damals noch keine Schornsteine und der Rauch entwich teils durch die Löcher im Dach. Küchen größerer Heime der Europäischen Aristokratie waren meist im separaten Gebäude, so dass die Lebens-, Sozial- und offiziellen Räume frei von Rauch sein konnten. Die Entwicklung der Architektur hatte wenig Einfluss auf die Küchenentwicklung im Mittelalter. Die offene Feuerstelle blieb die einzige Weise, wie man Essen heizen konnte. Küchen im Mittelalter waren deshalb dunkel und rauchig, man nannte sie Rauchküchen.

 

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Die Geschichte von Städten im Mittelalter war die Geschichte von Burgen und Klöstern. Küchen in Burgen waren von den Lebensräumen getrennt, manchmal in einem separaten Gebäude. In einigen Burgen blieben sie Teil des Gebäudes, doch waren streng von den anderen Räumen getrennt aus sozialen Gründen - es war ein Raum für Sklaven.

 

Mit der Erscheinung des Schornsteins hat sich die Feuerstelle an die Küchenwand verlegt. Die Feuerstelle war vom Boden angehoben und aus Ziegeln gebaut. Unter der Feuerstelle hat man Holz gelagert. Offene Feuerstellen waren immer noch ein Risiko und die Geschichte ist voll von Stadtbränden, die in der Küche begannen.

 

Am Ende des Mittelalters, mit der Ausbreitung von keramischen Ofen, haben Küchen ihre Heiz-Funktion auch in ärmeren Heimen verloren. Die Küche wurde deshalb immer öfter aus dem Wohnzimmer in einen separaten Raum versetzt.

 

Küchengeschichte MittelalterDie Küchen mit offener Feuerstelle dominierten bis zum 18. Jahrhundert. Die Geschichte der Küchenarchitektur veränderte sich im 18. und 19. Jahrhundert mit dem technologischen Fortschritt beim Kochen. Weil die Wohnräume rauchfrei waren, änderte sich ihre Funktion zur sozialen. Die Küche war in Heimen der Oberschicht immer noch die Domäne der Sklaven, deshalb war die Trennung der Räume so wichtig in dieser Zeit. In ärmeren Heimen blieb die Küche ein Teil des Wohnraumes. Wo es möglich war wurde die Küche in die Halle versetzt. Die Rauchküche verharrte meist in ruraler Umgebung und den Heimen der ärmeren Bevölkerung bis zum 20. Jahrhundert.

 

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