Küchengeschichte: Industrialisierung der Küche

Eine sehr schnelle technologische Entwicklung kam mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Küchen haben sich mit dem Aufkommen von effektiveren Herden aus Stahl mit eingesperrtem Feuer verändert. Erfunden wurden Herde, in denen ein Feuer mehrere Kochfelder auf einmal heizen konnte. Anfangs waren sie nur für größere Küchen geeignet, kleiner wurden sie jedoch zum riesigen kommerziellen Erfolg.

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Küchengeschichte InudstrialisierungDie Küchengeschichte ist eng mit der Urbanisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Wegen der Industrialisierung und der Einwanderung in Städte lebten Arbeiter meist in schlechten Bedingungen. Oft lebten ganze Familien in kleinen Wohnungen mehrstöckiger Häuser. In solchen schlecht gelüfteten und gelichteten Wohnungen war die Küche das Wohnzimmer, Schlafzimmer und sogar Bad. Was Wasser wurde lange aus Wellen hinein getragen und der Herd war die Heizung. Die spätere Küchengeschichte ist eng mit der Erscheinung von Wasser-, Gas- und Stromleitungen verbunden. Am Ende des 19. Jahrhundert entwickelten sich Wasserleitungen. Das Wasser kam immer noch nicht direkt in die Küche, sondern meist nur zum einzelnen Haus. Häufiges Einwandern zwang Städte die Kanalisation und Gasleitungen bei Neubauten zu planen. Das Gas war für die Straßenbeleuchtung da. In die Küchengeschichte kommt es ein bisschen später, zuerst in reicheren Häusern, da es teurer als Holz oder Kohle war. Im 20. Jahrhundert kam es dann zur Stabilisierung vom Strom, die eine breitere Nutzung ermöglichte. In die Küchen kommt Elektrizität nur langsam.

Die Geschichte reicherer Küchen ist wieder anders. In dieser Periode kommt es zu sehr wenigen Veränderungen. Die Küchen sind immer noch das Reich der Sklaven und sind deshalb in dem Keller oder dem Erdgeschoss. Mit der Erscheinung von Stahlherden mit eingesperrtem Feuer und Rohren bis zum Schornstein wurde die Küche ein viel sauberer Raum. Die Hausdiener nutzten sie immer noch fürs Schlaffen, dies verlegte sich jedoch vom Boden auf die herabgelassene Decke. Weil die Küche keine offenen Feuerstellen mehr hatte, brauchte sie keine hohen Decken für die Rauchableitung.

Die Industrialisierung brachte mit sich die mittlere Klasse, die die obere Klasse gern nachmachen wollte. Weil die Wohnungen kleiner waren, bekamen Küchen die Mittelräume, in denen sich die ganze Familie traf. Wohnzimmer waren für Gäste und spezielle Gelegenheiten reserviert. Die Küche der mittleren Klasse war deshalb heimlicher als die der Reichen, für die der Raum nur für Diener gedacht war.

Die wenigsten Veränderungen sah jedoch die Geschichte der Küchen auf dem Land. Gas und Wasser kamen in städtischen Küchen zwar häufiger her, kleinere Dörfer haben sich an die Infrastruktur nur viel später angeschlossen.

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